Feste Zähne Deutschland

Mir wurde gesagt, ich habe zu wenig Knochen. Sind feste Zähne trotzdem möglich?

Kurz gesagt

Ein „Nein“ aus einer anderen Praxis bezieht sich auf ein bestimmtes Verfahren und auf einen Befund zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das All-on-4-Protokoll neigt die beiden hinteren Implantate bis zu 30 Grad, um vorhandenen Knochen zu nutzen, und vermeidet nach der technischen Beschreibung in den meisten Fällen einen Knochenaufbau. Ob das hier zutrifft, zeigt eine neue 3D-Aufnahme — und entscheidet wird es nach einer vorherigen individuellen Untersuchung und Diagnose.

§ 01

Was ein „Nein“ aussagt, und was nicht

Es sagt, dass ein bestimmtes Verfahren zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht möglich schien. Es sagt nicht, dass jedes Verfahren ausscheidet, und es sagt nichts über heute, wenn es vor Jahren gesagt wurde.

Diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie klingt. Viele Menschen tragen ein solches Nein jahrelang mit sich und fragen nicht mehr nach. Dabei war die Aussage nie als endgültiges Urteil über alle Möglichkeiten gemeint, sondern als Befund zu einer konkreten Frage.

Was diese Seite nicht sagt: dass es bei Ihnen doch geht. Das kann keine Seite sagen, und wer es tut, verspricht etwas, das er nicht wissen kann. Was sie sagt, ist, woran es sich entscheidet und wer es entscheidet.

§ 02

Was die Technik am Knochen ändert

Beim All-on-4-Protokoll werden die beiden hinteren Implantate nicht gerade gesetzt, sondern bis zu 30 Grad geneigt. Der Zweck dieser Neigung ist, den Knochen zu nutzen, der ohnehin vorhanden ist, statt fehlenden Knochen erst aufzubauen.

Aus dieser Konstruktion stammt die am häufigsten zitierte Aussage zum Protokoll: dass es in den meisten Fällen einen Knochenaufbau vermeidet. Sie stammt aus der technischen Beschreibung des Verfahrens. Das Entscheidende daran sind die Worte „in den meisten Fällen“ — nicht in allen, und keine Aussage über einen einzelnen Fall.

Dazu kommt die Planung. Der Fall wird am Rechner geplant, bevor am Knochen gearbeitet wird; die Positionen werden auf der Aufnahme gewählt. Genau dort zeigt sich, ob der vorhandene Knochen die geplanten Positionen trägt.

§ 03

Antworten kann das Bild, nicht die Erinnerung

Die Aufnahme, auf der diese Frage entschieden wird, zeigt den Knochen als Volumen und nicht als Schatten — in den Unterlagen der Klinik als CBCT bezeichnet, in deutschen Praxen als DVT bekannt. Eine ältere Panoramaaufnahme reicht dafür nicht, und ein Satz, an den man sich erinnert, erst recht nicht.

Das heißt auch: Wer die Frage ernsthaft stellen will, braucht einen neuen Befund, kein neues Argument. Die Reihenfolge ist Untersuchung, Aufnahme, Plan — und erst danach eine Antwort, die etwas wert ist.

Mitzubringen sind vorhandene Aufnahmen, die Liste der eingenommenen Medikamente und, wenn vorhanden, der frühere Befund. Nicht, um ihn zu widerlegen, sondern weil er zeigt, was sich seither verändert hat.

§ 04

Wann die Antwort weiterhin Nein lautet

Es gibt sie, diese Fälle, und eine Seite, die das verschweigt, ist unvollständig. Reicht der Knochen an den Stellen nicht, die das Protokoll braucht, ändert daran keine Neigung etwas. Dann stehen andere Wege zur Diskussion, oder ein Aufbau, oder beides.

Auch der allgemeine Gesundheitszustand und Gewohnheiten, die die Heilung beeinflussen, gehen in die Entscheidung ein. Keiner dieser Punkte ist für sich allein ein Ja oder ein Nein: Sie werden zusammengesetzt, und zwar von der Person, die untersucht.

Der Termin für die Diagnosesprechstunde wird telefonisch unter +351 220 430 090 vereinbart. Zahnmedizinische Leistungen erbringt das Instituto AreLuna in der Rua de Júlio Dinis, 194, 4050-327 Porto.

§ 05

Häufige Fragen

Reicht meine alte Röntgenaufnahme für eine Einschätzung?

Für diese Frage in der Regel nicht. Entschieden wird sie auf einer 3D-Aufnahme, die den Knochen als Volumen zeigt. Mitbringen lohnt sich trotzdem — eine ältere Aufnahme zeigt, was sich verändert hat.

Heißt „vermeidet den Knochenaufbau“, dass ich keinen brauche?

Nein. Die technische Beschreibung des Protokolls sagt „in den meisten Fällen“, und das ist keine Aussage über einen konkreten Fall. Ob ein Aufbau nötig ist, zeigt die Aufnahme nach einer vorherigen individuellen Untersuchung und Diagnose.

Ist ein Nein von vor fünf Jahren noch gültig?

Es war ein Befund zu einem Zeitpunkt und zu einer bestimmten Frage. Ob es heute noch zutrifft, lässt sich nur mit einer neuen Untersuchung beantworten, nicht mit einem Text.